Gegen die Gewalt in dieser Welt

Unter dem Kästner-Motto "Es gibt nichts Gutes. Außer: Man tut es" organisierte die EKG einen gesponsorten Langstreckenlauf, der an einen tragischen Unglücksfall erinnern und Geld für das Friedensdorf Oberhausen einbringen sollte.

Hintergrund: als indirekte Folge von Gewaltandrohung war auf einem Spielplatz ein Mitschüler zu Tode gekommen. Der Wohltätigkeitslauf ­ Idee des Schulleiters, der begeisterter Marathonläufer ist ­ wurde, als Zeichen gegen das Vergessen, für den Jahrestag des Unglücks angesetzt.

800 Schülerinnen und Schüler der EKG suchten in der zweimonatigen Vorbereitungszeit im Bekanntenkreis Sponsoren, die sich verpflichteten, für jeden gelaufenen Kilometer einen bestimmten freiwilligen Betrag zu zahlen, von 20 Pfennigen pro Kilometer bis zur Rekordsumme von 64 Mark.

Die Laufstrecke, die auch am Ort des Unglücks vorbeiführte, wurde ausgetüftelt, die Polizei zur Sicherung des Verkehrs einbezogen, Eltern als Streckenposten, Sanitäter, Verpflegungs- und Getränkestationen und nicht zuletzt als "Kilometerzähler" gewonnen.

Unter den Läuferinnen und Läufern befanden sich auch einige Lehrkräfte und natürlich der Schulleiter, der sich, um seine Sponsoren zu schonen, eine gewisse Selbstbeschränkung auflegte ­ doch alle anderen liefen, was sie konnten. Manche mußten nach zwei Kilometern aufgeben, andere nach 14 bis 16 Kilometern gebremst werden. Die Durchschnittsleistung lag bei 5 Kilometern.

Über ihre Leistung erhielten die Läuferinnen und Läufer offizielle Urkunden, die als Beleg für die Sponsoren dienten. Über 24.000 DM kamen für das Friedensdorf Oberhausen zusammen!

Selbstverständlich wurde die Gelegenheit genutzt, im Unterricht über das Friedensdorf zu informieren und sich mit dem Schicksal von Kindern in Kriegsgebieten auseinanderzusetzen.